Kapitel 5 : Campbeltown / 2

Slainthe

 …update…die Pforten sind mittlerweile wieder geschlossen. um es vorweg zu nehmen, für den geneigten Springbank Fan war heute Ostern, Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig. Ab 11 öffneten sich alle Türen, jede volle Stunde gab es Touren für Springbank und/oder Glengyle, es gab etliche Stände mit Kleinkunst, Schnickschnack, Essen, etc. alles very local Campbeltown. Es gab Masterclass Tastings, es gab Warehousetastings und es gab eine Warehouse Bar. Letzteres fand ich unschlagbar. Man kaufe für 5£ 5 Marken und löse sie für 5 Whiskys ein. Es standen über 80 verschiedene Abfüllungen auf dem Tresen, in der Regel Springbank, Hazelburn, Longrow und Kilkerran, …sicher keine 30-oder -40jährigen freilich, aber alles Einzelfassabfüllungen für allmögliche Empfänger. Wenn man wie ich Springbank und den kleinen Sohn Longrow und die ganz kleine Tochter Hazelburn mag, dann hat man nicht nur die Qual der Wahl, sondern ein Dauergrinsen im Gesicht. Ich habe mit mir gehadert, vielleicht doch ein Warehousetasting mitzumachen, aber wenn man quasi Flatratetrinken in der eigenen Lieblingsdistillery kann….,dann geht es auch so…

Die Traumbar

Zwischendurch machte ich auch mal eine Tour mit, weniger um mich zu informieren (obwohl mir danach einige Sachen klarer als vorher waren…man lernt nie aus…), sondern um den Fundus an Fotos der Destille zu erweitern oder zu erneuern. Festivalabfüllungen gab es auch, eine davon war ein Springbank 21 Rumcask, der mir für 250£ deutlich zu teuer war und ein 16jähriger Springbank Sohn, der aus einer Romanze auf einer portugiesischen Insel hervorgegangen ist und deshalb etwas dunkler im Teint kommt. Ich umschreibe das, weil Sohnematz am kommenden Offside Tasting teilnehmen wird und ich ein Lineup erst bekanntgeben möchte, wenn alle Flaschen da sind. Nebenbei gab es auch immer wieder mal kurze Livemusikeinlagen, eine Auktion und einen Autounfall auf dem Gelände (bei der, warum auch immer, ein Teil einer ca. 150 Jahre alten Mauer umgefahren wurde…) irgendwann fing es an zu regnen (keine Ahnung warum, ich war doch da…) und alles löste sich langsam auf. Danach war ich mit Ulli im sicherlich schlechtesten Chinesen außerhalb Chinas (wirklich ganz ganz schlecht…) und danach noch auf zwei, drei Bierchen unterwegs. Am Ende mußte ich wegen Zahnschmerzen kapitulieren (sind immerhin erst meine zweiten mit knapp 46, aber warum ausgerechnet hier ?…) Mittlerweile haben die Schmerztabletten etwas Wirkung gezeigt, Ulli schnarcht wie 20 Bären, 4 Nashörner und 2 Dinosaurier zusammen und ich werde mich hiermit auch in die Nachtruhe verabschieden, vielleicht noch als zweite Stimme in die Sägeoper einstimmen… Bis demnächst, dann hoffentlich auch pünktlicher, aber der Internetrouter unserer Wirtin hat gerade die Grätsche gemacht…

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