Kapitel 12 – Speyside Cooperage, Glen Keith & Festival Start

Auf dem Hof der Speyside Cooperage… hier Quarter Casks, wie sie z.B. Laphroaig verwendet

 Ganz ohne Donnerschlag etc. startete heute das Speyside Autumn Festival. Im Frühjahr gibt es ebenfalls ein Speyside Whisky Festival, welches auf die gesamte Speyside ausgeweitet ist. Bei etwa 50 Brennereien, was etwa die Hälfte aller schottischen ist, hat man da eine große Auswahl. Das Autumn Festival ist viel kleiner und hat sein Epizentrum in Dufftown. Ich bin das dritte mal hier und kenne schon einige Leute, die Macher, die Unterstützer und die Stammgäste, die jedes Jahr kommen. Insgesamt ist es eine sehr familiäre Angelegenheit.
Unsere erste Veranstaltung war ein Besuch der Speyside Cooperage, also eine Küferei, welche Fässer herstellt bzw. repariert. Es gibt eine große Halle, in der etwa 15 Arbeiter im Akkord alte Fässer auseinander nehmen, schleifen, sägen, austauschen…und sie wieder zusammenbauen, das alles macht reichlich Krach. Die Arbeiter machen das in großer Geschwindigkeit, ein Fitnesstudio brauchen die Jungs auf jeden Fall nicht. Hinter der Werkhalle sind tausende Fässer pyramidenförmig aufgestapelt, ein beeindruckendes Bild, auch wenn momentan eher weniger Fässer gelagert waren, als bei meinem Besuch vor drei Jahren. 

In der Fasswerkstatt geht es Schlag auf Schlag…

 Bis zum nächsten Event war dann eine gewisse Lücke, ich nutzte sie, um kurz mal bei Mortlach vorbeizuschauen, Ulli um Suppe zu essen. 15:30 jedenfalls startete die Bustour zu Glen Keith nach..Keith. Neben Strathisla und Strathmill ist Glen Keith sowas wie die unbekannte dritte Distillery im ca. 4500 Seelen-Nest Keith. Glen Keith wurde erst Ende der 1950er Jahre gebaut und war zuletzt von 1999 bis 2013 geschlossen. Die Besitzer, der Konzern Pernod Ricard ersetzte das komplette Interiour und hat nun eine der modernsten Brennereien überhaupt. Die Führung machte Distillerymanager Brian Macaughly, der auch für die benachbarte Strathisla Brennerei zuständig ist, bei Glen Keith zum ersten mal. Anschliessend gab es noch zwei fasstarke Glen Keith im Chivas Regal Tastingroom… 

Nach 13 Jahren Tiefschlaf erwachte Glen Keith voriges Jahr als moderne Brennerei

Danach ging es zurück nach Dufftown, wo das nächste Event wartete, der offizielle Auftakt namens „It started with a big drum“, vom Whiskyshop Dufftown. Es gab den neuen Mortlach OA NAS 43,5%, (nett, aber über 70£ für eine 0,5 l Flasche…nein danke) , den Highland Park Dark Origins, (wird möglicherweise demnächst im Offside offiziell vorgestellt…) und einen 1991er Glenfarclas Family Cask, der schon sehr, sehr lecker war, aber mit 200 £ leider zu teuer ist…

Kurz was gegessen, ging es weiter zu den Mates Of The Whisky Museum, ich kürze etwas ab, als Member bekommt man ein Buffet und etliche Whiskys zum probieren, das taten wir…später gab es noch zwei Bier im Royal Oak mit Whiskyfreunden aus Hamburg (Jan und Roger)
…Und jetzt… Reicht es für heute…morgen früh steht Glen Elgin und BenRiach auf dem Plan… 

Strathisla, die bekannteste Brennerei in Keith, gilt als die schönste Schottlands…

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