Tag 14 und 15 – Mystery Bus Tour, Last Drop Party & Heimflug

…jo, der letzte Teil ist immer der längste, man ist längst wieder zuhause und arbeitet seine Liste mit den Dingen ab, die auf einen gewartet haben, prompt ist eine Woche ins Land gezogen und der Bericht ist noch immer nicht fertig… trotz reichlich Internet…, hier nun das unspektakuläre Finale :

Für den letzten Tag in der Speyside löste ich beizeiten mein Ticket für die allseits beliebte „Mystery Bus Tour“. Man wird im Bus (…klar…) durch die Speyside (+/-) gefahren, hat einige Besichtigungen mit entsprechenden Verkostungen, Lunch, Dinner, Kaffee, Kuchen (ok, das kann auch vereinzelt Whisky sein…)… und landet um halb acht wieder in Dufftown, damit man noch am Abschlussbesäufnis…. ähmn, was schreibe ich da…, an der offiziellen Abschlussveranstaltung des Festivals teilnehmen kann.

Tomatin Distillery – Wetter war wieder standesgemäß…
…und wir waren auch nicht zum Vergnügen da…

Auf diesem Wege kam ich bereits häufig in den Genuß Brennereien zu besichtigen, in die ich sonst nicht reingekommen wäre (z.B. Inchgower, Glen Spey, Speyside Distillery etc.). Diesmal waren Besichtigungen bei Tomatin und Tomintoul an der Tagesordnung, beides Brennereien, mit denen ich bereits bestens vertraut bin (hab vergessen, wie oft ich schon bei Tomintoul war…) Bei den Besichtigungen gab es zwar reichlich Verkostungen, aber eben nur mit den offiziellen Abfüllungen, ok, bei Tomatin gab es auch etwas außer der Reihe, aber… ich nenne es beim Namen : nix besonderes…

…zwei mit langjähriger Erfahrung Tom Gerrie (L.) und Steve Oliver…

Verabschiedung von Tom mit Ehrenmitgliedschaft beim Whiskymuseum Dufftown
…ne Menge Holz – Grain Fässer im Lager von Tomintoul…

Bei Tomintoul gab es die letzte Führung mit dem scheidenden Produktionsmanager Tom Gerrie (der von dem ich berichtete, den ich bei der Messe in Dufftown wieder getroffen hatte…), der von Seiten des Veranstalters Dufftown 2000 mit Steve Oliver und von den Teilnehmern der Tour gebührend verabschiedet wurde.
Lunch und Kaffee gab es wie im Vorjahr im Muckrach Country House Hotel, einem geradezu vornehmen Anwesen nahe Grandtown o‘ Spey. Den Abschluss gab es dann im Dorf Tomintoul, Schottlands höchstgelegener Ortschaft. Ein Besuch im Whiskycastle, einem der beiden interessanten Whiskyshops in der Gegend ist schon fast Pflicht und Scott, der neue Besitzer hat von seinem langjährigen Vorgänger die Großzügigkeit für Probedrams beibehalten. Anschließend ging es über die Straße ins Clockhouse für die Aufnahme von fester Nahrung. Nach dem leckeren Dinner ging es wieder gen Dufftown und es blieben gerade ein paar Minuten Verschnaufpause bis zur letzten Veranstaltung des Festivals : die „Last Drop Party“. Man zahlt (beizeiten, Plätze sind limitiert) glaub ich 12 £, erhält ein Glas und bedient sich dann bei… ich denke knapp hundert offenen Flaschen, die bei den zahlreichen Tastings etc. offen geblieben waren. Ein 1974er Glen Grant von Berry Bros stach mir sofort ins Auge, von dem war aber nicht nur ich enttäuscht.

…all you can drink… „The Last Drop Party“…

Nach einigen Tagen Dauer-Whiskytrinken, war meine Zunge auch langsam etwas betäubt, so das ich die Veranstaltung ruhig anging, zumal ich morgen ja auch nicht mit einer Matschbirne nachhause fliegen wollte. Als Beigabe darf man dann noch eine der angefangenen Flaschen mit nachhause nehmen, in meinem Falle wurde es ein 91’er Sherry Glen Scotia von Wemyss. Im Hotel wurden dann erste Sachen verpackt, der Rest in der Frühe und schnell wurde auch klar, das der Koffer die erlaubten 23 Kilogramm überschreiten würde. Der Rückweg begann mit der knapp einstündigen Fahrt zum Flughafen nahe Inverness, danach lief alles so ab wie nach jedem Urlaub, Auto abgeben, einchecken, viel zu viel Geld bezahlen, weil der Koffer Übergewicht hat und dann Abflug. Zuhause angekommen war gleich ein richtig gut gefüllter Laden angesagt, schließlich war Championsleague.
…so, das war also die diesjährige Exkursion nach Schottland. Es hat viel Spaß gemacht, ich habe viele tolle Sachen gesehen, tolle Leute kennengelernt und bin froh, das alles so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Am Ende war auch genug, ich war froh, wieder zuhause zu sein und freue mich schon auf meine nächste Schottlandreise, vielleicht nächstes Jahr, vielleicht in zwei Jahren. Ich möchte allen danken, die geholfen haben, das es eine schöne Reise war, besonders Nina, die zuhause (an der Front) die Stellung gehalten hat und meine Aufgaben miterledigen musste. Ich möchte an dieser Stelle auch noch die Hamburg/Münchner Schottlandachse grüßen, es hat viel Spaß mit euch gemacht, Jan, Seb, Oli und Zinni.
An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön für die zahlreichen  Echos auf meinen kleinen Blog. Es wird sicherlich nicht das letzte mal sein, das ich euch mitnehme…

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.