Tag 3 : Black Cuillins, Coire na Creiche, Fairy Pools, Regen.

Der erste Blick aus dem Fenster verhieß heute nichts gutes, es war wieder reichlich Wolkensuppe am Himmel und der Blick auf die Wetter App verriet definitiv Regen. Nun ja, was nützt es, nachhause fahren und warten, bis die Sonne scheint, kann die Lösung nicht sein und so ging es dann nach dem Frühstück wieder auf die Piste. Erst fuhr ich nochmal zu Talisker, schließlich hatte ich gestern wegen des einsetzenden Regens gar keine Außenaufnahmen gemacht. Das ging heute sehr gut, der Himmel deutete sogar kurz an, aufreißen zu wollen (was er am Ende nicht tat aber ich wußte es zu schätzen). Von einem Bootssteg gelangen doch ordentliche Bilder. 
 

Talisker Distillery

Danach ging es über eine Single Track Road Richtung Black Cuilins, einem gewaltigen Bergmassiv. Teil der schwarzen Cuilins ist der Coire na Creiche, was aus dem Gälischen übersetzt so etwa „Bergkessel der Beute“ heißt. Hier fand 1601 die letzte Schlacht zwischen den Clans MacDonald und MacLeod statt.   
Coire na Creiche
Ich war arg überrascht, daß ich bei meiner Ankunft dort beinahe keinen Parkplatz mehr bekommen hätte. Es war ein Menschenauflauf der mich staunen ließ. Ein Rundwanderweg war ausgeschildert, 14,5 Meilen (ca. 23 km), mit einer zu planenden Zeit von 4,5 Stunden. Das ich den kompletten Weg nicht machen würde, war schnell klar, erstens war das Wetter zumindest bedrohlich, zweitens war meine Kleidung ungeeignet, die Schuhe zwar fest, aber doch recht rutschig. Teil der Coire na Creiche sind die sogenannten Bassins der Feen, also Fairy Pools. Das sind Wasserfälle und kleine, ja…eben Bassins, alles schön anzuschauen mit kristallklarem Wasser. 
…Video klappt leider nicht, ich arbeite dran…

Ich kann schwer schätzen, wie weit ich gelaufen bin, aber nach etwa 40 min hatte ich genug gesehen und hatte vor allem genug von der Menschenmenge, also Dutzenden Asiaten mit Selfiesticks  oder sächsischen Seniorengruppen mit Nordic Walking Sticks, Rückweg zum Auto… Da ich ja auch so schlau war, den Fotoapperat ohne Akku und Speicherkarte mitzunehmen, gab es heute auch nur Bilder vom iPhone, aber ich denke, die können sich auch sehen lassen. Im Anschluß ging es dann Richtung Dunvegan und das Dun Beag Broch war an der Reihe. Brochs sind kleine, runde Steintürme (in der Regel nur noch die Reste davon), die ca. zwischen 100 v. Christus bis 100 n. Christus gebaut wurden. Dun Beag ist gut erhalten und man kann ungehindert darin und darum wandeln. 
Dun Beag Broch

…erbaut vor etwa 2000 Jahren…
Leider setzte in diesem Moment der Regen ein, der mich ziemlich schnell einweichte. Ursprünglich sollte es danach zum Leuchtturm Neist Point und zur Ruine von Duntulm Castle gehen, aber bei dem Regen hätte das nicht viel Spaß gemacht, so ging es zum trocknen erstmal in die Unterkunft nach Portree. Ich fuhr eine Art Abkürzung über Struan, eine Single Track Road durch einsame Weiten der Insel, mit etwas passender Musik im Auto ein schönes Erlebnis. Es folgte eine kleine Auszeit (schließlich ist Urlaub…)… 17:30 ging es dann ins Isles Inn und ein ordentliches Abendbrot gab es auf den Teller, wurde auch Zeit…nach dem Frühstück…
Abends traf ich mich mit Benjamin, einem Forumskollegen zum Bier und einem Dram. Wir hatten uns doch viel zu erzählen und die Zeit verging wie im Flug. …, schön wars, …mal sehen, was morgen passiert…

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