McLarsen im Land der Tausend Biere : Tag 3 – Die große Tour zum fränkischen Ehrenbiertrinker Diplom

Tag 3 : Die große Tour zum fränkischen Ehrenbiertrinker Diplom

Mit dem 9 Uhr Gong des Kirchturms setzte sich die Kolonne in Bewegung, welche es anstrebte mit dem Diplom „Fränkischer Ehrenbiertrinker“ zurück zu kommen. Dieser offizielle Wanderweg ist 14 Kilometer lang und verbindet 4 Brauereien, die alle zur Gemeinde Aufseß gehören. Mit 1300 Einwohnern ergibt das einen Schnitt, der zu einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde führte. Um auf den Wanderweg zu kommen mussten wir aber erstmal 3 km in das Nachbardorf Hochstahl laufen… auch hier gab es wieder abenteuerliche Abkürzungen übern Acker… aber egal, in Hochstahl angekommen erwartete uns die erste Brauerei des Tages : Reichold. Genau wie die Krug Brauerei bietet auch Reichold Plätze zur Übernachtung an. Die Gäste kamen gerade vom  Frühstückstisch als wir eintrafen und unser erstes Bier orderten. Diese Leute, überwiegend Ü50, waren in größeren Gruppen organisiert und hatten meistens mäßig originelle T-Shirts an damit man sie voneinander unterscheiden kann… viele sahen wir im Laufe des Tages wieder.

Das erste Bier des Tages bei Reichold in Hochstahl
…auf dem Weg…

 Das Landbier der Reichold Brauerei schmeckte ausgezeichnet, so das wir sogar 3 Töpfe davon nahmen, bevor es weiter ging… schließlich standen etwa 4,5 Kilometer bevor. Die erste Rentnergruppe mit komischer Kleidung war schnell eingeholt… dann gab es einen Pinkelvorsprung zu erlaufen… so hatte unsere Truppe einen ganz schönen Zahn drauf… es machte auch Spaß weil niemand damit überfordert war. Das nächste Ziel war die Brauerei Stadter in Sachsendorf. Am Ortseingangsschild stellten wir fest, das in unserer Gruppe 4 gebürtige Sachsen sind…

4 x Born In Saxon

Die Brauerei Stadter ist eher ein kleiner Laden, es war Mittagszeit und wir mussten einige Minuten warten bis wir einen Platz bekamen. Das Bier war… nicht schlecht aber im Vergleich zum Reichold Bier ein deutlicher Verlierer. Hier reichte uns auch ein Bier und weiter ging es in Richtung Aufseß, wieder eine Strecke von über 4 Kilometern. Die Geschwindigkeit war noch immer hoch, in der Mittagssonne konnten wir sie aber nicht mehr steigern… es reichte aber um noch ein paar Leute zu überholen.

In Aufseß bei Rothenbach

Die Brauerei Rothenbach ist wahrscheinlich die größte auf dieser Strecke, so wohl mit der Menge der produzierten Biere als auch mit ihrem Gasthof und Biergarten. Wir hatten Glück das wir einen guten Tisch bekamen und nutzten den Aufenthalt neben diversen Bierproben auch zum Mittagessen, in meinem Falle ein schöner Tafelspitz mit Kloß… das Essen in Franken lässt ja keine Wünsche offen… der Aufenthalt in Aufseß war sehr angenehm, aber eine Station gab es noch zu absolvieren : Kathie-Bräu in Heckendorf… zwar nur 2 Kilometer, diese aber fast ausschliesslich steil bergauf… ich war zeitweise etwas kurzatmig… Kathie-Bräu ist nicht nur eine Brauerei mit sehr großem Biergarten, sondern auch ein beliebter Treff für Biker. Die Gebäude sind recht alt und sehen auch so aus, was die Sache aber nicht unsympathischer macht… im Gegenteil… vom Flair gefiel es mir hier am besten. Das Bier war ein Dunkles und schmeckte auch sehr gut. Da wir die 4 Brauereien alle abstempeln haben lassen, bekamen wir dort auch unser Ehrendiplom… immerhin besser als ein Jodeldiplom und überhaupt… diese Art der Fortbildung lobe ich mir. Vom Kathis trennten uns noch 5 km bis nachhause zum Krug, wir hätten diese direkt ansteuern können oder aber aufgeteilt in einmal 2 km zurück zum Reichold nach Hochstahl und von da aus die 3 km nach Breitenlesau… wir wählten die Version 2 und kamen nochmals in unsere erste Brauerei zurück um dort noch eine Rast mit Bier zu machen. Inzwischen kamen uns auch dann einige schräge Typen entgegen die schon viel getankt hatten und schlechtestenfalls noch mit lauter Schlagermusik bewaffnet waren… ein wenig Ballermann in Franken ließ sich nicht leugnen… insgesamt ging das aber… außerdem war Samstag.

…bei Kathie
…ähnlich… aber schon zurück beim Reichold…

Ohne Abkürzungen ging es dann zurück zum Krug und dort… ja… ihr ahnt es (?)… richtig, wir haben noch ein paar Bier getrunken. Danach haben wir alle sehr gut geschlafen… es war so einer der besseren Tage im Leben… ich denke ich spreche da für alle in der Gruppe.

Das Jodeldiplom

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