Musik 2022

22’sChoice#3 – Mai – Juni 2022  Zum Ende der ersten Jahreshälfte stehen wieder viele interessante Songs vor der Tür… zwanzig dürfen rein, etwa genau so viel hatten für diesen Sampler angeklopft… durften aber letztendlich nicht rein.

Den Anfang prägt diesmal ein sinister pulsierender, elektronischer Rhythmus … er schwillt langsam an… ähnlich wie bei The Cure’s „A Forest“… ,dann setzt die ungewöhnlich arrangierte Musik der Band Poliça ein… mit zwei Schlagzeugern und ähnlicher Stimmung wie Massive Attack cirka „Mezzanine“… Kopfhörermusik… spooky… genau wie auch beim zweiten Lied von INVSN… was Disco vorgaukelt aber auch eher finster daher kommt… ein wenig Depeche Mode steckt in dem Song der Schweden… dahinter stehen Musiker aus der härteren Ecke. Etwas besser wird die Stimmung bei Song 3… xPropaganda = ex- Propaganda… die Band hatte Mitte der 1980er einige Hits wie „Dr.Mabuse“ oder das wunderbare „Duel“. Musikalisch ist die Band um Claudia Brücken auch in dieser Zeit stehen geblieben… in diesem Falle auch zurecht. Die elektronische Abteilung wird mit dem vierten Song weitestgehend verlassen… Dreampop steht an… mit der wunderbaren Franzosin Melody Prochet alias Melody’s Echo Chamber. Vor 10 Jahren war ihr selbstbetiteltes Debütalbum in meiner persönlichen Top 10… seit dem ist es erst das zweite Album … und das ist sehr gut… Die schwedische Band ViVii präsentiert danach ebenfalls Dreampop… aber eher im Stil von Mazzy Star… etwas für ruhige Stunden… ebenfalls Anfang der 1990er gab es die Band The Sundays… ob es die noch gibt weiß ich nicht… aber The Blue Herons aus Luzern (!) kommen ihnen ziemlich nahe. Der Song „From Here“ startet in dieser netten Manier, nimmt aber im Verlauf noch etwas an Opulenz zu, wenn ein Streichquartett hinzu kommt… am Ende sogar noch eine Art Basssolo a la New Order’s Peter Hook… großartiger Song ! Weniger Dreampop als Folkrock bietet Sally Dige („Dee-Ah“) … Tochter einer in Südafrika geborenen Kanadierin und eines Dänen… wohnhaft in Berlin…das nenne ich schonmal interessante Herkunft, auch wenn man diesbezüglich heutzutage gerne missverstanden wird… (ich finds Quatsch… Leute sind für mich immer interessant… ob sie nun aus Tokio, New York City oder einem Dorf in der Nähe von Gera kommen…) „I Will Be The Sun For You“ ist jedenfalls ein prima Ohrwurm. Etwas nostalgisch wird es dann mit einem neuen Song der kanadischen Stars. 10 Jahre nachdem „The North“ mein Album des Jahres wurde, sind sie mit neuem, recht melancholischen Album zurück. Noch nicht ganz zurück sind Interpol… das Album erscheint aber demnächst… „Fables“ ist eine ebenfalls eher dunkel angehauchte Vorab-Single. Der Name der nächsten Band ist von einem Slowdive Song : Catch The Breeze… die Musik geht auch ein wenig in die Richtung… die Dänen biegen dann allerdings in Richtung Editors ab. Danach (um es mit Spliff zu sagen) wirds heavy und macht rambam… Besvärjelsen sind die dritten Schweden dieser Compilation und bringen ein wenig Stonerrock mit… noch lauter wirds dann mit Astronoid, die auf ihrem aktuellen Album eine ähnliche Mischung darbieten, wie das Vizealbum des letzten Jahres von Deafhaven… Shoegaze meets Metal. Leise wird es danach aber auch noch nicht… im Gegenteil… „Performative Hours“ von The Flatliners, einer Punkband aus Kanada, beginnt laut und aggressiv… um dann im Refrain dann doch ziemlich melodisch um die Ecke zu kommen… könnte eine gute Punkrockplatte werden. Nun wird es dann doch Zeit etwas vom Gas zu gehen… wenn auch nicht ganz… Supercrush machen besten Powerpop und „Perfect Smile“ könnte von Swervedriver sein. In der gleichen Sparte sind Weezer seit vielen Jahren erfolgreich und immer wieder mal gut, wie bei „The Opposite Of Me“ von ihrer Sommer EP. Eine der größten Ohrwürmer dieses Jahres war „Last Summer“ von Oceanator… auf dem letzten Sampler zu hören… hier die Fortsetzung…wie eine Mischung aus Nirvana und Magnapop. Die Schweden Nummer 4 heißen MCC (Magna Carta Cartel) und waren seinerzeit Teil der inzwischen mega-erfolgreichen Metalband Ghost… Metal ist das hier aber nicht… ich würde es Darkwave nennen und finde das Stück schaurig schön… allerdings braucht es 2-3 Anläufe. Das Album „Once Twice Melody“ von Beach House war bereits Ende letztes Jahr ein Thema, obwohl es erst im Februar als Album erschien. Ein Song davon hat sich nochmal in mein Ohr geschlichen… und zwar das recht poppige, synthielastige „Hurts To Love“… Die Amerikanerin April March hat bislang mit „Rola Rola“ meinen Song des Jahres fabriziert (zu hören auf 22’s Choice #2)… mit ihrem Album „In Cinemara“ steht sie zur Jahresmitte ebenfalls in der Poleposition… soll am Jahresende niemand behaupten, man hätte es nicht kommen sehen… „Runaway“… nicht nur im Titel etwas an Del Shannon und der Musik seiner Ära entlehnt… Kein McLarsen Sampler ohne Anne Lise Frøkedal… das neue I Was A King Album steht vor der Tür und „Follow Me Home“ ist die zweite, leckere Hörprobe und zugleich der Schlußpunkt der 3. McLarsen Musik Compilation des Jahres… in der Zusammenfassung fiel mir auf, das kein einziger Song „Made in UK“ ist… dafür 4 x Schweden, zwei mal Dänemark, einmal Norwegen, einmal Deutschland, einmal Schweiz, 3 x Kanada und der Rest USA… der Brexit schleicht sich langsam in den Alltag 😉

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22’sChoice#2 – März – April 2022  …wieder zwei Monate vorbei und das gerade noch neue Jahr nähert sich schon wieder dem Bergfest… früher ging das langsamer… bestimmt… Nach zwei Monaten gibt es wieder etwas Musik in die Kategorie McLarsen hört Musik…
Diesmal startet es mit Steve Wynn’s The Dream Syndicate… gegründet vor über 40 Jahren, still going strong… Twen folgen mit ihrem Verständnis von Dreampop… wenig poliert und auf den Punkt gebracht. Oceanator klingen etwas 90s-like aber eher Magnapop als Hole… Mordsgitarrensolo nach kurzer Pause in der Mitte (!) PUP und Fontains D.C. mögen es eher knarzig finster… genau wie Interpol und die südafrikanischen Dangerfields… allerdings etwas ruhiger. Die Afghan Whigs haben einen neuen Track veröffentlicht, The Lazy Eyes aus Australien klingen wie Tame Impala heute nicht mehr klingen… danach wird der Gesang wieder weiblich und geheimnisvoll… Night Palace und Nilüfer Yanya… „Midnight Sun“ mit seinen trockenen, fast wie aus dem Computer kommenden Beats und der abwechselnd akustischen und elektrischen Gitarre verbreitet eine bemerkenswerte Stimmung… wie im Traumsequenzen im Halbschlaf… für mich ein Riesenhit. Es folgt neues Material von Hazel English, I Was A King (die Band von No.1 Album 2021 Sängerin Frøkedal), Destroyer (klingt diesmal nach New Order), Bilderbuch (…ja…hätte ich auch nicht vermutet das die mal mit dabei sind)… und Arcade Fire. Dann wird es französisch mit Melody’s Echo Chamber und mit April March’s „Rolla Rolla“ kommt der zweite Riesenhit (in meinem Kopf leider nur) auf die Playlist… auch wenn letzterer für meine Hörgewohnheiten wohl eher ungewöhnlich ist. Neko Case und Of Monsters And Men beschließen den Sampler… die Isländer schaffen kurzzeitig in dem Song einen Wall of Sound wie ich ihn eher von ihren isländischen Landsleuten von Sigur Rós kenne… viel Spaß beim reinhören… auf :

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22’sChoice#1 – Januar – Februar 2022  Die Serie geht weiter und heißt jetzt 22’sChoice mit 20 Songs… etwa einer CD-Länge hörbar bei Apple Music und Spotify…

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