McLarsen in Schwerin und Wismar (Juni 2024)

Schwerin, 25.06.2024… Der Sommer kam dieses Jahr spät an… bis vor ein paar Tagen hatten wir gefühlt den längsten April aller Zeiten… die Fußball Europameisterschaft 2024 in Deutschland ist im vollen Gange… Zeit mal wieder für einen kleinen Ausflug… und der bringt mich diesmal in die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern nach Schwerin… ebenso ist ein Tag in Wismar geplant.
Der Regionalexpress R8 vom Flughafen BER Richtung Wismar braucht fast 3 Stunden bis Schwerin… das mit dem Express dient womöglich eher als Aufwertung gegenüber noch langsameren Verbindungen… aber da ich es ja auch nicht eilig hatte konnte ich die beschauliche Fahrt ein wenig genießen. In Schwerin angekommen hatte ich es nicht weit zum Hotel was auch damit zu tun hat das das Haus „Hotel am Hauptbahnhof“ heißt. Es ist ein einfacher Bau mit eigenem Bad auf dem Flur… was ein wenig ungewöhnlich ist. Das Fenster geht direkt zum Bahnhof raus… mal sehen wie laut das hier ist…

Marktplatz, Staatstheater und Schloß vom Turm des Schweriner Doms
...umgekehrter Blick... vom Markt zum Dom

:idee: Schwerin verpasst mit 98.500 Einwohnern knapp die ab 100.000 Einwohnern proklamierte Bezeichnung einer Großstadt… ist aber dennoch Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern… die kleinste aller deutschen Landeshauptstädte. Stadtrecht bekam Schwerin 1164 von einem alten Bekannten aus diesem Blog… nämlich Heinrich der Löwe dessen Wirken ich dieses Jahr im Februar u.a. in Braunschweig beleuchtet habe. Die Stadt war mit einer kurzen Unterbrechung Residenz der Herzöge von Mecklenburg… mit dem im 19. Jahrhundert fertiggestellten Schloß besitzt Schwerin eines der bekanntesten Wahrzeichen des Bundeslandes. Die Stadt liegt am Schweriner See… einem der größten Seen Deutschlands… insgesamt gibt es 12 Seen im Stadtgebiet. Das heutige Stadtbild stammt überwiegend aus Umbauten im 19. Jahrhundert, besonders durch den Architekten Georg Adolf Demmler. Das einzige Bauwerk aus dem Mittelalter ist der Schweriner Dom… eine der größten und ältesten Bauwerke der Backsteingotik mit einem der höchsten Kirchtürmen Norddeutschlands. Seit 1990 hat der Landtag von Meck-Pomm seinen Sitz im Schloß… 2009 fand die Bundesgartenschau im Schloßpark statt und das gesamte Ensemble von Schloß- und Parkanlagen ist Beitrittkandidat für das UNESCO Welterbe.

Schweriner Dom - Altarretabel im Ostchor
Inneres nach Westen

Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen wollte ich mir das hier erstmal von oben anschauen… und das geht am besten wenn man 220 Stufen ersteigt und dann vom Turm des Schweriner Doms eine schöne Aussicht genießen kann. Als erstes fallen die wirklich vielen Seen in und um das Stadtgebiet auf. Am nahesten ist der Pfaffenteich in dem sich der Dom auch spiegelt wenn man weit genug weg ist. Man sieht natürlich das Schloß und andere historische Gebäude und ahnt auch das die meisten Einwohner der Stadt außerhalb der Altstadt in teilweise Plattenbaugebieten wohnen. Nach dem Abstieg vom 117,5 Meter hohen Turm (der höchste Ostdeutschlands) wurde dann der Dom besichtigt. Der Schweriner Dom St.Marien und Johannis ist eine hochgotische Basilika im Stile der norddeutschen Backsteingotik und eines der größten Sakralbauten in der Gegend. Das Gewölbe des Mittelschiffes ist 26,5 Meter hoch und es gibt ein Querhaus und einen Chorumgang. Der Turm wurde erst 1893 im Stil der Neogotik vollendet. Von der Ausstattung ist die Kathedrale verhältnismäßig schlicht gehalten, es dominiert neogotisches Interieur, ein gotischer Altarretabel und ein Triumphkreuz aus der zerstörten Marienkirche von Wismar.

Der Pfaffenteich vom Turm des Doms...
...und auch hier das Gegenstück...
Am Pfaffenteich

Es folgte ein kleiner Gang durch die Altstadt und die Umrundung des wunderbaren Pfaffenteichs welcher ständig einläd sich eine Weile niederzulassen und ein wenig auf das sommerliche Treiben zu schauen… danach ging es ins Hotel zu einer Schreibpause… Anschließend ging es zur Nahrungsaufnahme in einem lokalen Brauhaus… wer hier öfters mitliest weiß das… heute hieß der Laden Altstadtbrauhaus… ganz in meiner Nähe und die ersten beiden naturtrüben Biere zischten sofort auf der Zunge… wer schenkt auch 0,4l aus (?)… egal… das Bier war sehr lecker, auch das Dunkle was ich zum Schluß hatte. Da mein Mittagsbrot (Chinabox am Pfaffenteich) noch nicht so lange her war gab es heute keinen deftigen Bierbraten oder ähnliches sondern eine (im Osten ja immer noch allgegenwärtige) Soljanka und einen Salat… und ja… es war lecker und ich bin gesund… Danach sollte es noch ein wenig Guinness sein und dafür steuerte ich den Pub „The Scotsman“ an… dort schmeckte das Guinness aber für eine objektive Einschätzung werde ich übermorgen dort nochmals vorstellig werden… für heute ist erstmal Feierabend und morgen gehts weiter hier in Schwerin…

Pfaffenteich zur späten Blauen Stunde

Die erste Nacht am Hauptbahnhof war erwartungsgemäß anders als in einer Ferienhütte am Meer… zum Glück bin ich am Wochenende wenn mehr los ist wieder weg… dann dieser Brunnen… man ist im Halbschlaf und dann kommt das Schweriner Schloßgespenst Petermännchen vorbei und fragt: „Na… ham wir denn schon gepullert?“ …ähmn… nee… und dann übern Flur… achja… das will ja eigentlich keiner wissen. Das Frühstücksbuffet im Hotel lässt keine Wünsche offen und so ging ich dann frisch gestärkt zum Schloß und den umliegenden Gärten, darum drehten sich die folgenden Stunden.

Das Schloß mit Orangerie und Burggarten
Schloß - Innenhof

Es gab die Möglichkeit für einen kleinen Aufpreis an einer öffentlichen Führung teilzunehmen und davon machte ich dann auch Gebrauch. Man erfuhr viel über die lange Baugeschichte des Schlosses, über seine ehemaligen adligen Bewohner und konnte sehen das man auch im vergleichweise provinziellen Mecklenburg gut und üppig leben konnte…vorausgesetzt man hatte die richtigen Eltern. Der Teil des Schlosses der der Stadt zugewandt ist, beherbergt den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und ist nicht zugänglich… genau wie der Innenhof des Gebäudes welches über 950 Räume verfügt… im Hof wird gerade Bühnentechnik aufgebaut da am kommenden Wochenende Festspiele stattfinden.

Speisesaal der Herzogin
...nicht völlig schlicht... Decke in Thronsaal

Nach der Schlossbesichtigung waren dann die umliegenden Parkanlagen dran… erst der Burggarten, also der Teil auf der Insel auf der das Schloß steht, dann der Schloßgarten südwestlich… angelegt nach Plänen von Peter Joseph Lenné, dessen Werke wir in Berlin und Brandenburg ja bestens kennen… nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten… mit einem Kreuzkanal, Laubengängen, Pavillons, Denkmälern und Statuen vom Dresdner Bildhauer Baltasar Permoser (Dresdner Zwinger u.a.) bekommt man ziemlich viel geboten… zumal es noch nicht völlig überfüllt war und der erste Tag des Jahres war der an der 30 Grad Grenze gekratzt hat. Auf einem Franzosenweg lief ich noch etwas am Rande des Sees vorbei zum Aussichtspunkt Adebors Näs wo man Schwerin mit Schloß, Dom und See aufs Bild kriegt… überhaupt macht diese Schloßanlage von allen Seiten einen superhübschen Eindruck… was auch für die ganze Stadt gilt die ja das Glück hatte im Krieg nicht zerstört zu werden. Nach einer Suppe in der Innenstadt gab es dann eine Schreibpause bevor es in den Stadtteil Schelfstadt ging.

Der Kreuzkanal im Schlossgarten mit Permoser Statuen
Laubengang... schön bei 30 Grad im Schatten...
Schweriner Stadtpanorama vom Aussichtspunkt Adebors Näs
...und nochmal das Stargebäude der Stadt von Süden

Die Schelfstadt… warscheinlich kommt der Name vom Schilf der Seen die das Gebiet beherrschen… ist ein Stadtteil von Schwerin welches direkt an die Altstadt angrenzt. Ursprünglich war Schelfstadt eine eigenständige Gemeinde, erst seit dem 19. Jahrhundert gehört sie offiziell zu Schwerin. Es gibt Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert, Bauten aus der Gründerzeit und danach… und das schöne daran ist das alles… oder zumindest vieles noch erhalten ist… auch wenn es für einige Gebäude knapp war das sie nicht abgerissen wurden weil der DDR zuletzt selbst dafür das Geld ausging.

Ziegenmarkt in Schelfstadt mit Kneipe Freischütz... kurz vor der Flutung
Die Schelfkirche

Im Zentrum des Stadtteils steht die barocke Schelfkirche für die ich leider etwas zu spät kam um sie besichtigen zu können. In der Schelfstadt hatte ich heute auch eine Verabredung mit einem langjährigen Bekannten aus der Whiskyszene der dort zuhause ist. Oliver zeigte mir viele Dinge der Gegend und der eine oder andere Whisky war auch dabei… freilich nichts was man noch irgendwo kaufen kann, genau wie man sich herzliche Gastfreundlichkeit ebenfalls nirgendwo kaufen kann… aber diesen ganz wundervollen Abend stelle ich an dieser Stelle auf privat… Fakt ist das auch die beste Kneipe der Gegend in der Schelfstadt liegt… und zwar am Ziegenmarkt und es ist der Freischütz… neulich feierte man 30jähriges Jubiläum… glaubt mir… das ist ene amtliche Zahl… das Offside steht kurz vor der 25… Ein wunderbarer Tag geht zuende… Morgen gehts übrigens nach Wismar…

Momentaufnahme aus dem Küchenfensters von Oliver

Schwerin konnte ich in den letzten anderthalb Tagen recht gut erkunden… es bleiben einige Strecken für Wanderungen am Wasser übrig und das ist sehr gut denn ich habe schon Lust nochmal hierher zu kommen… heute aber war eine andere Stadt angesagt und zwar Wismar. Eine halbe Stunde fährt man hier von Schwerin mit dem Bummelzug bis in die Hansestadt… vorbei an vielen Seen und reichlich Wald. Steigt man aus dem Zug und lässt den kleinen Bahnhof hinter sich kann man eine der schönsten Städte der Ostseeküste erleben.

:idee: Wismar hat knapp 44.000 Einwohner und ist damit die sechstgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelalter war die Stadt Mitglied der Hanse und gelangte in dieser Zeit zu Reichtum und wirtschaftlicher Bedeutung. Nach dem 30jährigen Krieg ging die Stadt viele Jahrzehnte in schwedischen Besitz über… erst 1903 wurde die Stadt offiziell wieder Deutsch. Als Industriestandort im Dritten Reich gelangte die Stadt ins Visier der Alliierten und wurde im zweiten Weltkrieg durch mehrere Luftangriffe schwer zerstört. Heute ist Wismar noch immer ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit großem Hafen und Schiffsbauindustrie. Die Altstadt steht zusammen mit der Stralsunder Altstadt seit 2002 auf der Welterbeliste der UNESCO. Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind die drei Kirchen im Stile der Backsteingotik und der Marktplatz.

Die Nikolaikirche am Mühlenbach an der frischen Grube
Bei einer Deckenhöhe von 37 Metern braucht ein Kronleuchter eine lange Leitung
Hochaltarretabel aus der Georgenkirche... um 1430... 10 Meter breit und mit Predella und Bekrönung 4,42 Meter hoch...größte Retabel seiner Art im ganzen Ostseeraum...

Als erstes kam ich an der Nikolaikirche vorbei. Die Nikolaikirche ist die einzige von den drei monumentalen gotischen Backsteinkirchen die den Krieg nicht als Ruine überstanden hat. Sie wurde als die Kirche der Seefahrer und Fischer zwischen 1381 und 1487 erbaut… in einer Zeit als die Stadt wichtiges Mitglied der Hanse war und den damit einhergehenden Reichtum mit riesigen Kirchen im Stile der Backsteingotik errichten konnte. Das Mittelschiff der Nikolaikirche ist mit 37 Matern Höhe eines der höchsten weltweit… das einzig höhere in der Region ist das der Lübecker Marienkirche die ja quasi die Mutter aller Backsteingotik ist und auch das Gewölbe ist gerademal 1,5 Meter höher. Das die Kirche eine so reiche Ausstattung hat ist dem tragischen Umstand zu verdanken das die anderen beiden Kirchen den Krieg nicht überstanden haben und die Altäre und andere Sachen haben nunmehr Platz in St.Nikolai gefunden. Als ich aus der angenehm kühlen Kirche rauskam spürte ich die knapp 30 Grad ein wenig wie Knüppel auf den Kopf… aber weiter ging es…

Marktplatz mit Wasserkunst und Rathaus im Hintergrund
Marktplatz - Mittelalterliches Haus "Alter Schwede"
Der Turm der Marienkirche

Durch schöne Straßen und Gassen mit historischen Häusern aus allmöglichen Epochen hin zum Marktplatz. Dieser Marktplatz ist mit seinen ca. 100 x 100 Metern einer der größten in Norddeutschland. Er wird vom klassizistischen Rathaus und teils gotischen Bürgerhäusern eingerahmt. Das auffälligste Gebäude ist die hübsche Wasserkunst… ein Bau welcher 1602 vollendet wurde im Stil der niederländischen Renaissance. Der Marktplatz war recht belebt mit verschiedenen Ständen mit Lebensmitteln, Imbissen und Krimskrams aus Leder. Wenige Meter neben dem Markt erhebt sich der 80 Meter hohe Kirchturm der Marienkirche. Sie war die Hauptkirche der Stadt und hatte Dank schwerer Bombentreffer im Jahre 1945 weniger Glück als die Nikolaikirche… im Gegenteil… die SED ließ 1960 die Ruine des Kirchenschiffes sprengen und verarbeitete das Baumaterial zu Schotter. Der Turm ist lediglich deshalb stehen geblieben weil er als Schifffahrtszeichen in den Seekarten verzeichnet war. Die freie Fläche wurde zu DDR Zeiten als Parkplatz benutzt. Nach der Wende wurden die Umrisse der Kirche wieder sichtbar gemacht und der Platz dient heute als quasi archäologische Freifläche.

Georgenkirche... unendliche Weiten im rekonstruierten Inneren der zerstörten Kirche

Nur wenige Meter weiter befindet sich die dritte große Kirche Wismars… die Georgenkirche. Auch sie wurde schwer zerstört aber die Ruine wurde zum Glück nicht beseitigt und der gigantische Bau wurde bis vor etwa 10 Jahren wieder aufgebaut. Die dreischiffige Basilika ist die größte der drei Wismarer Kirchen… ihre Gewölbehöhe beträgt im Mittelschiff 35 Mater… also nur gering niedriger als bei der Nikolaikirche… nur ist das hier alles noch viel größer und weiter… was man eben auch deshalb sehen kann, weil der Raum komplett leer ist. Die Nutzung des Sakralbaus ist noch nicht richtig entschieden soweit ich weiß… der Bedarf nach einem derart gigantischen Raum als Nutzung einer Kirche ist garantiert nicht auf der Tagesordnung… zeitweise wird der Raum für Veranstaltungen und Konzerte genutzt. Die Georgenkirche hatte nie einen Turm, nur so eine Art Turmstumpf… dieser wird seit etwa 10 Jahren als Ausblickterasse genutzt und das allerbeste daran ist ein Fahrstuhl mit dem man für den Unkostenbeitrag von 2€ dort hoch gefahren wird und von dort beste Aussicht über die Hansestadt genießen kann. Nur nach Osten bleibt der Blick versperrt… da steht das gewaltige Kirchenschiff davor.

Aussichtspunkt Georgenkirche: Nikolaikirche
Aussichtspunkt Georgenkirche: Hafen
Aussichtspunkt Georgenkirche: Werft

Wieder unten angekommen ging es wieder durch die schöne Altstadt… die ja zusammen mit der von Stralsund Teil des UNESCO Welterbes ist… da traf es sich gut das ich am Welterbehaus vorbei kam wo man kostenlos eine sehr liebevolle Ausstellung zum Thema Welterbe besichtigen kann. Das Kerngebiet der Ausstellung ist sicher Wismar und andere Hansestädte aber auch im weltweiten Kontext kann man sich informieren… Klasse Sache das… Das Kaufhaus Karstadt gleich in der Nähe war übrigens das Stammhaus… Rudolph Karstadt gründete hier 1881 das Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft Karstadt… der dreht sich derzeit bestimmt öfters im Grab um…

In der Fussgängerzone...
...ein Karstadt... aber es ist das Stammhaus des ehemaligen Erfolgskonzepts...
Ausstellungsraum im Welterbe Haus

Mit einem Fischbrötchen vom Marktplatz ging es dann Richtung Hafen. Das Hafengelände teilt sich in den noch aktiven Seehafen und den Alten Hafen der in den letzten Jahrzehnten völlig neu konzipiert wurde und heute ein gelungenes Zusammenspiel von historischen Industriebauten und neu gebauten Häusern im Stil der norddeutschen Backsteinarchitektur ist. Ein Touristenmagnet ist der Fake Nachbau einer angeblich mittelalterlichen Kogge namens Wissemara.

Am Hafen
Alte Hafengebäude mit neuer Nutzung
Blick vom Hafen auf den Turm der Marienkirche und die Georgenkirche

Langsam braute sich am Himmel etwas zusammen was der Wetterdienst auch angekündigt hatte… aber Brauen war auch noch Thema in der Nähe des Hafens im Brauhaus am Lohberg und ein Bier hatte ich mir nun allemale verdient… Leider war der Laden derart mies organisiert das ich nur zwei Bier getrunken habe und dann lieber später woanders essen werde… Dieses Brauhaus ist auch der Ursprung des Wismarer Whiskys Baltach… aber wie gesagt… da klappte nix… nunmehr wollte ich auch nicht wie ein begossener Pudel zurückkommen und nahm einen Zug früher Richtung Schwerin und es hat geklappt… nicht nass geworden. Das mit dem Gewitter spielte letztlich keine Rolle mehr… ich war immer etwas schneller

Im The Scotsman

… abends ging es in ein „Unmögliches“ Kartoffelhaus… ich weiß die gibts öfters aber es war heute nur Plan B… was Ok war… dann nochmals in den Scotsman… gut das ich mit meiner Meinung gewartet habe… ich kann ihn nun vollumfänglich empfehlen… was Whisky angeht sind alle Standards gut vertreten, wenn es etwas spezieller wird bekommt man Chefarztberatung von Steini, der mir von anderer Stelle bereits als bunter Hund der Stadt beschrieben wurde… ich hoffe das ich mich demnächst in Berlin revanchieren kann… toller Laden… zumal heute die Musik auch nicht vom Internetradio kam wie vorgestern… ich weiß… wir Berliner und Brandenburger sind mit RadioEins und Co. verwöhnt… aber dieses Rockradio Bob was auch als Werbung auf den Offside Toiletten hangt ist in etwa so das jeder Song wie ein ralliger Köter an deinem Bein stupst…ey… wir sind doch coole Kumpels oder?… NÖ… Sitz…Platz…Aus… zwischendurch Werbung für Kopfsalat von Aldi…
Als Fazit kann ich jetzt zu später Stunde im Schweriner Hotelzimmer vermerken… ich habe mich ein klein wenig verliebt in diese Stadt die nicht zu groß und nicht zu klein ist… auf Dauer… keine Ahnung… die Frage stellt sich nicht aber wenn es mal so wäre… dann ja. Wismar hat mich auch gut abgeholt… so’ne kleine Stadt ganz groß… hat mal wieder Spaß gemacht… ich vermute, es geht im September in Bayern weiter…

Nachtrag: Die Heimreise war wie erwartet unspektakulär… leider gab es dann zuhause den Tod einer unserer Katzen zu beklagen… An dieser Stelle vielen Dank an Nina die sich um Fiete an seinen letzten Tagen gekümmert hat… und um alles andere auch…

Nach dem Gewitter am Pfaffenteich

Wie immer zum Schluß weitere Bilder der Reise ohne ausführliche Erklärungen…

...nochmal das Schweriner Schloß von oben...
Stadtteil Schelfstadt von oben
Selbstbildnis am Pfaffenteich mit Dom
Staatskanzlei - Regierungssitz der Mininsterpäsidentin
Mecklenburgisches Staatstheater
...zwischen hell und dunkel... kühl und heiß...
Fachwerkhaus in der Schweriner Altstadt
Wismar - Alte Wasserkunst am Marktplatz
Fachwerkhaus "Gewölbe" am Hafen
Das mittelalterliche Wassertor
Ein letzter abendlicher Gruß vom Pfaffenteich