Tag 1 – Anreise:
Der erste Tag begann wie gewöhnlich mit Aufstehen… etwa eine halbe Stunde früher als sonst. Die Katzen waren überrascht und Nina sagte kurze Zeit später zu ihnen: „Wenn der Papa vor der Mama aufsteht, reist er wohl nach Schottland“… korrekt.
Das normale kontinentale Frühstück (was ich zumindest darunter verstehe) – zwei Scheiben Brot mit Wurst und Chilisauce plus Tasse Kaffee – eingenommen, schnell den Koffer gepackt… Küsschen und los geht’s.
Abflugort war diesmal Schönefeld, was nur geringfügig länger dauert als nach Tegel… mit den Öffentlichen zumindest und sonntags sowieso. Die üblichen Vorgänge beim Fliegen (das erste Mal musste ich meinen Koffer selbst einchecken… das war neu…), Security, Passkontrolle, in den Flieger setzen, starten, landen… alles nix Besonderes. Ok… ich könnte erwähnen, dass ich bei blauem Himmel und 20 Grad startete und bei ziemlich ungemütlichem Schmuddelwetter landete, aber mein Reiseziel war schließlich nicht Barcelona, sondern Glasgow.
Dort hatte ich dann zwei Stunden Aufenthalt bis zur Weiterfahrt mit dem Bus nach Campbeltown. Nur einmal am Sonntag fährt der Bus von Glasgow via Airport und mir war die Zeit genehm… erstens wäre eine Verspätung des Fliegers ok gewesen und zweitens hatte ich Zeit zum Essen. Dazu ging es in den Wetherspoon im Airport und dort gab es Burger und Punk IPA… sonst ist eigentlich sonntags bierfrei, aber auf dem Weg in die Whisky School… quasi… Quatsch.
Der Bus war pünktlich, die Fahrt wie immer sehr schön… besonders der Teil kurz nach Dumbarton, entlang des Loch Lomond und durch die Gebirgslandschaften von Rest & Be Thankful… entlang der Fjorde vom Atlantik durch Kleinstädte wie Inveraray, Lochgilphead oder Tarbert. Ich habe in vergangenen Berichten schon oft über diese Strecke geschrieben und erlebe sie auch nach dem wahrscheinlich sechsten oder siebten Mal immer noch als etwas Besonderes.
Der letzte Teil nach Kennacraig – dort, wo die Fähre nach Islay ablegt – bis nach Campbeltown ist nicht mehr ganz so spektakulär wie zuvor, aber ebenfalls wunderschön. Der Ginster stand bereits in voller Blüte, überall blühten die Osterglocken und das Schönste waren die ganzen kleinen Lämmer, die bei ihren Muttis lagen, zum Teil nicht größer als Osterhasen… und quietschvergnügt durch die Gegend sprangen.
Idylle pur… zumindest, wenn man aus der Großstadt kommt…